150 Jahre Nationalbahn – Ein Fest voller Begeisterung, Genuss und unvergesslicher Momente
Schon Tage vor dem grossen Jubiläum begann das emsige Treiben in unserem Verein. Die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren: Fahrzeuge wurden gekuppelt, Pläne geschmiedet, Putzlappen geschwungen – jedes Detail musste stimmen. Als alles glänzte, ging es an den nächsten wichtigen Schritt: die Getränke wurden eingeladen, damit niemand auf dem Fest verdursten musste!
Am Vortag versammelten sich nochmals fleissige Vereinsmitglieder, um die letzten Handgriffe zu erledigen. Der De 4/4 und der Speisewagen wurden für ihre Überführungsfahrt bereitgemacht – die Spannung stieg.
Als das Historic Team Olten in Winterthur eintraf, verschmolzen unsere Fahrzeuge zu einem beeindruckenden Zugverband. Nach einer kurzen Pause setzte sich die Überführung Richtung Etzwilen in Bewegung. Bei der Ankunft nahm das Olten-Team das Steuer in die Hand und manövrierte uns gekonnt ins richtige Gleis. Dann ging es an den Feinschliff: Tische wurden gedeckt, Strom angeschlossen, letzte Handgriffe erledigt – alles war bereit. Nun hiess es: Feierabend für das Team, denn morgen würde das grosse Fest starten!
Ein Sonntag voller Eisenbahnzauber
Der grosse Tag begann mit zwei Gruppen. Die erste Gruppe traf sich direkt in Etzwilen und hatte eine grandiose Idee: Das Wetter war traumhaft, also wurde kurzerhand der Raclette-Ofen nach draussen verlegt. Mehr Platz, weniger Hitze, und die Gäste konnten die frische Luft geniessen – perfekt!
Währenddessen erwachte die zweite Gruppe in Winterthur zum Leben. Sie nahmen das Wyländerli samt Steuerwagen aus dem Depot und brachten es auf Hochglanz. Kurz vor der Abfahrt in den Bahnhof kam noch die Lieferung einer wichtigen Köstlichkeit: Cremeschnitten! Die mussten natürlich mit nach Etzwilen in den Speisewagen.
Als unser Zug schliesslich im Winterthurer Bahnhof einrollte, standen die Gäste bereits voller Vorfreude bereit. Die Nachfrage übertraf unsere Erwartungen bei Weitem – mit vielen Fahrgästen ging es auf nach Etzwilen!
Dort trudelten unterdessen die ersten Besucher ein und wurden mit duftendem Morgenkaffee empfangen. Doch plötzlich erklang ein lauter, markanter Pfiff – unser Team in Etzwilen wusste sofort Bescheid: Das Wyländerli fuhr ein! Als die Türen sich öffneten, stiegen die Passagiere aus, und natürlich durften auch die Cremeschnitten nicht vergessen werden. Nach einem kurzen Zwischenstopp setzte das Wyländerli-Team seine Fahrt nach Stein am Rhein fort.
Stressige Momente, herzhaftes Lachen und ein Fest, das in Erinnerung bleibt
Kurz vor dem Mittag begann der Raclette-Verkauf und wir kamen mächtig ins Schwitzen – der Ansturm war unglaublich! Fast schon überfordert mit der riesigen Nachfrage, fanden wir eine kreative Lösung: Da das Wyländerli-Team während der Mittagsfahrten gerade eine Pause hatte, konnten wir zwei helfende Hände nach Etzwilen schicken. Gemeinsam meisterten wir die Herausforderung mit Bravour!
Als sich das Fest langsam dem Ende näherte, wurde die Stimmung in Etzwilen wieder entspannter. Doch während hier Ruhe einkehrte, legte das Wyländerli-Team noch einmal richtig los – die letzte Fahrt nach Winterthur war stärker besucht als erwartet. Unser Lokführer verabschiedete das Fest mit einem imposanten Pfiff, der durch den Bahnhof ertönte.
Während der Fahrt reihten sich zahlreiche Fotografen und Filmer entlang der Strecke, um die beeindruckenden Szenen festzuhalten. Natürlich wurden sie nicht vergessen – mit einem kräftigen Pfiff verabschiedete unser Lokführer sie und sorgte für einen letzten besonderen Moment.
Als krönender Abschluss senkte sich das Tempo auf Schrittgeschwindigkeit, während unser Zug majestätisch über die Ossinger Brücke rollte. Ein wahrhaft magischer Augenblick: Die Fahrgäste konnten die atemberaubende Aussicht in aller Ruhe geniessen, die Landschaft zog gemächlich vorbei, und die Fahrt endete mit einem letzten, unvergesslichen Highlight.
In Winterthur angekommen, verabschiedeten wir unsere glücklichen Fahrgäste – ein perfektes Ende für einen grandiosen Tag. Doch für uns war es noch nicht ganz vorbei: Im Depot gingen wir die letzten Abschlussarbeiten an.
Ein gemütlicher Abschluss unter Freunden
Währenddessen räumte das Team in Etzwilen alles auf, stellte den Raclette-Grill zurück in den Speisewagen und kuppelte die Fahrzeuge mit dem Team Olten zusammen. Zwar verzögerte sich die Rückfahrt um eine Stunde, doch schliesslich kamen alle wohlbehalten in Winterthur an. Dort verabschiedeten wir unsere Kollegen vom Team Olten und kehrten erschöpft, aber zufrieden ins Depot zurück.
Und was gehört zu einem erfolgreichen Fest? Natürlich ein Feierabendbier! Zum Abschluss stiessen wir alle gemeinsam auf einen grandiosen Tag an – voller schöner Erlebnisse, guter Stimmung und unvergesslicher Momente auf Schienen.