, Schweizer Lars

Racletteplausch mit Knall

Raclette, Knall und Kurzschluss – unser Wyländerli sorgt für Spannung, auch ohne Fahrt.

Racletteplausch mit Knall – und ein Isolator, der’s spannend machte

Der Racletteplausch im vergangenen Dezember in Winterthur nahm eine unerwartet dramatische Wendung: Mitten während des geselligen Anlasses hallte plötzlich ein lauter Knall durch den Bahnhof Winterthur. Innerhalb weniger Augenblicke war klar – da stimmte etwas nicht. Schnell machten sich unsere Vereinsmitglieder auf die Suche nach der Ursache und wurden bald fündig: Ein Isolator auf dem Dach hatte dem Wetter wohl nicht mehr ganz standgehalten. Die Folge war ein Kurzschluss.

Der Stromabnehmer durfte aus Sicherheitsgründen nicht mehr an die Fahrleitung gelegt werden – das Risiko war schlicht zu gross. Zum Glück war unsere De 4/4 noch vor Ort und konnte einspringen. Dank ihr blieb das Licht an, das Raclette heiss – und der Abend konnte trotz Schreckmoment gemütlich weitergehen.

 

Reparatur mit Aussicht

Nach dem Zwischenfall war klar: Das Wyländerli hat jetzt oberste Priorität. Die kommenden Anlässe rückten näher, und das Fahrzeug musste schnellstmöglich wieder einsatzbereit sein. Um den Schaden genau zu untersuchen, mussten wir – natürlich gut gesichert – aufs Dach klettern. Dort zeigte sich: Ein Isolator war hinüber und musste ersetzt werden, ein zweiter benötigte eine neue Schutzschicht.

                      

Glück im Unglück: Einen passenden Ersatz-Isolator hatten wir im Depot auf Lager. Nach einigen Stunden konzentrierter Arbeit war der defekte Teil ausgetauscht. Für den zweiten Isolator war noch etwas Recherche nötig – welcher Schutzlack ist geeignet? Nach Rücksprache mit Fachleuten hatten wir bald den richtigen Lack zur Hand. Der Isolator wurde sorgfältig gereinigt und fachgerecht neu beschichtet.

 

                                                          

Zurück auf die Schiene

Am nächsten Depottag stand die Kontrolle der neuen Schutzschicht an – alles passte. Anschliessend rangierten wir das Wyländerli aus dem Depot und unter die Fahrleitung. Da der BDe 4/4 keine Luft mehr hatte, führten wir die Inbetriebnahme diesmal ohne Druckluft durch – eine interessante Übung, die nicht alltäglich ist.

Nach dem Einschalten des Hauptschalters und mehreren erfolgreichen Funktionstests wagten wir eine kurze Probefahrt. Alles funktionierte einwandfrei. Damit war klar: Das Wyländerli ist wieder bereit – für die nächsten Anlässe, Fahrten und natürlich für viele weitere Geschichten.